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Klangmassage nach Peter Hess© bei Burnout-Syndrom PDF Drucken

Was heißt Burnout ?

Der Begriff ist noch sehr jung. Er stammt aus der Kernenergietechnik (1974, Freudenberger) und bezeichnet ausgebrannte Brennstäbe.

 

Was ist Burnout ?
Der Begriff bezeichnet einen Zustand des Ungleichgewichtes von Energieausgabe und Energiezuwachs beim Menschen. Das heißt: es wird viel Energie verbraucht und nicht genügend Energie „nachgetankt“. Der Output ist größer als der Input.
Beispiel Batterie: wenn sie nicht regelmäßig aufgeladen wird, ist sie irgendwann leer und ausgebrannt. Um dieses zu erkennen, gibt es beim Auto eine Batteriekontrolleuchte. Beim Menschen gibt es auch vergleichbare Warnsignale, aber diese werden oft nicht als solche wahrgenommen.


Wie verläuft ein Burnout ?
Betroffene sind Menschen in unterschiedlichsten sozialen Zusammenhängen, z.B. Beruftätige, Leitende Angestellte oder Manager, Mütter, Pflege- oder Lehrpersonen etc. Die betroffenen Personen sind zu Beginn ihres Engagement voller Begeisterung und  Arbeitseifer, arbeiten ziel- und leistungsorientiert, sind voller Ideen, leistungsorientiert, perfektionistisch, kreativ und unternehmungsfreudig. Dies alles wandelt sich um in einen Zustand chronischer Erschöpfung, wenn Betroffene ihre Tätigkeit als nicht-wertgeschätzt erlebt, wenn sich das Gefühl entwickelt, nicht wahrgenommen zu werden, wenn keine Anerkennung kommt und der Erfolg ausbleibt. Auch un-sinnige Tätigkeiten wie z.B. ständiges Bewerbungen schreiben bei mangelndem Erfolg kann zum Burnout führen (z.B.bei arbeitslosen Menschen gleich welchen Alters). Druck und hohe Anforderungen z.B. durch Vorgesetzte bei gleichzeitiger Unsicherheit des Arbeitsplatzes können ebenfalls zum „Ausbrennen“ führen (speziell in verantwortlichen Stellungen und Leitungspositionen). Mütter und Hausfrauen oder pflegende Personen / Angehörige brennen aus, wenn sie ständig im Dienst von Partner, Kindern, Wohnung, Angehörige stehen und keiner ihre Dienste beachtet oder wertschätzt (z.B. Mutter hat gerade geputzt + pubertäre Kinder oder Partner trampeln mit schmutzigen Schuhen durch die Wohnung). Wenn ähnliche, nicht wertschätzende Verhaltensweisen sich summieren und außerdem die Kommunikation schwierig oder unausgewogen oder garnicht vorhanden ist, dann fühlt sich die betreffende Person nicht wahrgenommen und nicht beachtet und es kommt es häufig zum Burnout.


Symptome von Burnout sind:
Antriebs- und Leistungsschwäche, Gedächtnisstörungen, Niedergeschlagenheit, Infektanfälligkeit, Verbitterung, Schlafstörungen, Rückzug aus dem sozialen Leben, Isolierung, Schuldzuweisungen, Aggression, Depression.


Wie verläuft ein Burnout-Prozeß?
Sieben typische Kategorien kennzeichnen den Prozeß:

1. Überengagement, gesteigerte Aktivität (man will alles schaffen und strengt sich immer mehr an, macht Überstd. etc) trotz bereits spürbarer Erschöpfung und bei einem Mißverhältnis von Anstrengung + Erfolg. Der potentielle Burnout-Kandidat versucht die an ihn gestellte Aufgabe auf jeden Fall zu lösen + zu erledigen. Dafür schränkt er zunehmend sein Privatleben ein und isoliert sich selbst mehr und mehr.Das Gleichgewicht der Energiezufuhr + Energieausgabe ist gestört. Meist wird die Anfangsphase des Prozesses nicht bewußt wahrgenommen.

2. Reduziertes Engagement, denn Betroffene fühlen sich nicht wahrgenommen, nicht unterstützt, nicht anerkannt. Häufig gehen sie dann in die „Innere Kündigung“.
 
3. Emotionale Reaktionen werden deutlich durch Schuldzuweisungen z.B. (>Der Arbeitgeber läßt mich hängen< oder >Ich strampel mich ab für nichts, bekomme noch nicht mal ein Lob.<). Betroffene wirken oder verhalten sich in der Folge aggressiv, die Schuldzuweisungen werden nach außen gerichtet. Gehen sie nach innen (also zu sich selbst) – wozu besonders Frauen neigen -  entwickelt sich daraus häufig eine depressive Störung. (Depression als nach innen gekehrte Aggression). Die Betroffenen greifen jetzt eher nach Suchtmitteln oder entwickeln Eßstörungen, denn die Energie, die das gesunde Leben erfordert, ist nicht mehr vorhanden. Auch wird Essen + Trinken häufig als Trost genutzt. In dieser Phase werden von den Betroffenen die zentralen Ziele des eigenen Engagements und der Begeisterung aufgegeben, was jedwede Suchtstruktur stärkt (falls diese vorhanden ist).

 4. Abbau
Betroffene machen z.B.  „Dienst nach Vorschrift", verhalten sich stark bürokratisch und nicht mehr kreativ, sind nicht mehr wiederzuerkennen gegenüber der Anfangsbegeisterung.

 5. Verflachung
Betroffene ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück, pflegen Freundschaften nicht mehr, die emotionalen Erlebnisse verflachen, sie isolieren sich, sind lieber alleine als in Gesellschaft.

6. Psychosomatische Reaktion
Betroffene entwickeln unterschiedlichste körperliche Erkrankungen (Infekte, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Schlaflosigkeit usw.). Der Körper signalisiert das Ende der Lebenskraft und den Zustand der Disharmonie von Körper, Seele, Geist. Es besteht die Möglichkeit durch bewußtes Annehmen der “Krise“ zu neuen Erkenntnissen über sich selbst und den eigenen Lebensstil und Lebensweg zu kommen, Aufenthalt in einer Kurklinik kann dazu beitragen (z.B. Mütterkuren – Mutter-Kind-Kuren,  Reha-Kuren).

7. Verzweiflung
Hilfe ist für Betroffene kaum noch möglich. Sie sind kaum noch positiv beeinflußbar. Der Prozeß der Erwerbsunfähigkeits - Bestätigung wird angestrebt, Rückzug aus dem Leben. Auch 43jährige fühlen sich dann schon “alt“  und warten oft nur noch (jahrzehntelang) auf das Ende. Die Isolierung wird perfektioniert. Betroffene haben das Gefühl von Sinn-Losigkeit und entwickeln Suicidgedanken.

Anmerkung:
Der einzelne betroffene Mensch muß nicht unbedingt alle Phasen durchlaufen. Der Verlauf der Phasen ist nicht immer stringent.


Warum brennen manche Menschen aus ?
Es gibt zwei Arten von Menschen – grob-medizinisch betrachtet: Typ A + Typ B. Beide stehen einander polar gegenüber, was ihren Umgang mit Streß anbetrifft.

Typ A:
leistungsorientiert, ehrgeizig, erfolgsorientiert, zielorientiert, perfektionistisch, idealistisch, hochkonzentriert und –engagiert. Dieser Typ A ist prädestiniert für Herzinfarkt.
Wenn bei diesem TYP A – Mensch  alles gut läuft im Lebensumfeld, dann sind Betroffene die absoluten Macher + die von allen bewunderten Erfolgsmenschen. Wenn jedoch der Erfolg für Bemühungen + Engagement ausbleibt, dann kommt der Burnout.
Einen Burnout bekommen jene, deren äußere Umstände es verhindern, einen Herzinfarkt zu bekommen.

Typ B:
nicht rivalisierend oder ehrgeizig, Erfolg und Engagement in Maßen, abgrenzungsfähig, lebt sein privates Leben und trennt es vom Berufsleben, sorgt für sich und sein Wohlbefinden, ist eher etwas phlegmatisch im Verhalten. Dieser Typ Mensch ist kaum gefährdet.


4. Was bringt Menschen in den Burnout ?

1. Innere Antreiber
Was treibt mich innerlich an? Es ist der Wunsch und die Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe.
Diese mächtigen inneren Wünsche haben stets mit Versagenserlebnissen  oder Zurückweisungserfahrungen in der frühen Kindheit zu tun. Sie werden unbewußt im Leben ausagiert (in Beruf, Beziehung, Familie, Freundschaften). Ein weiterer innerer Antreiber ist möglicherweise der Status der Herkunftsfamilie. z.B. „Ich will nie mehr so arm sein wie meine Eltern.“

2. Äußere Antreiber
Hier sind zu nennen Faktoren wie beispielsweise die Geschlechtszugehörigkeit oder  oder der familiäre Status und die finanzielle Situation. Weitere äußere Antreiber können sein: Druckausübung durch Chef, Partner, Kinder etc. ( z.B. Mehrarbeit für eine reduzierte Anzahl Beschäftigte bei gleichzeitiger Arbeitsplatzunsicherheit). Oft verbünden sich innere + äußere Antreiber. Zuständig für den Burnout ist nicht der primäre Streß (z.B. sehr viel Arbeit), sondern der sekundäre Streß, also die entwickelten Gefühle, (z.B. >Ich arbeite viel, habe viel anzubieten, aber niemand will meine Kreativität, niemand hört auf mich, niemand nimmt mich wahr.<)  und die Innere Kündigung.

3. Mangelnde Fähigkeiten
Betroffene wollen "mehr bringen" als sie persönlich zu geben in der Lage sind oder als ihre persönlichen Ressourcen zulassen  und geraten durch mangelnden Erfolg in die Spirale des Burnout. Die Ziele sind zu hoch gesteckt für die tatsächlichen, realen persönlichen Möglichkeiten.


Wie kann man dem Burnout vorbeugen, was kann man gegen ihn tun ?

Vorbeugend wirken:

1. ein verläßlicher Rahmen durch klare und transparente Strukturen z.B. vereinbarte Arbeitszeitregelungen, wohlwollend geführte Mitarbeitergespräche von Seiten der Vorgesetzten, verläßliche und  klare Strukturen im familiären Zusammenleben mit dem Partner,  den Kindern und den Freunden, regelmäßige gute Gespräche und Bearbeitung von Konflikten.

2. die Möglichkeit der Selbststeuerung des Arbeits- und Belohnungssystems (z.B. hierarchieunabhängige Entscheidungsbefugnisse)

3. die Möglichkeiten zum Ausgleich:
  • Familie : Ausgleich muß außerhalb der Familie gesucht werden
  • Ehrenamt : Ausgleich muß außerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit gesucht werden
  • Beruf : Ausgleich muß außerhalb der Arbeitsstelle gesucht werden

Wenn Sie folgende Verhaltensweisen in Ihr Leben einbauen, helfen Sie sich selbst wirkungsvoll und beugen der Erschöpfung und dem Burnout vor:

  • Abstand / Distanz halten zu dem, was man tut
  • kreative + spielerische Umgangweise z.B. „Es gibt ein Leben ohne Job.“ oder: „ Mein Leben hängt nicht von..... ab.“
  • Privatleben, Hobby, Beziehungen pflegen, dem eigenen Leben klare Strukturen geben
  • Situationen, in denen Sie sich wohlfühlen immer wieder aufsuchen + real wöchentlich praktizieren (z.B. Sport, Musizieren etc.)
  • sich nicht anstecken lassen vom Burnout anderer Menschen!! (Burnout steckt an: z.B. wird man selbst leicht unfreundlich, wenn ein Kollege ständig unfreundlich oder genervt ist.)
  • regelmäßige Pausen einhalten! Sich selbst Zeit nehmen für Reflektion des eigenen Lebens. Freien Samstag nehmen, Time-off nehmen!
  • Spiritualität entwickeln! Gesundheitsfördernd wirkt eine positive Gottesbeziehung (ich werde anerkannt + individuell wertgeschätzt)

Resümee:  
Prophylaktisch + gesundheitsfördernd wirken kontinuierliche und selbstwertbestätigende Beziehungen (Partner, Kinder, Freunde, KollegInnen).


Warum hilft die Klangmassage nach Peter Hess© bei Burnout?
Die Klangmassage-Therapie nach Peter Hess© wirkt tief entspannend, lösend und entkrampfend auf Körper, Seele / Psyche und Geist des Menschen. Diese ganzheitliche Wirkung beruht auf dem einfachen Prinzip, daß der Körper des Menschen zu  60 - 75% aus Wasser besteht. Während der Klangmassage bringen die Schwingungen der Klangschalen die Flüssigkeit im Körper in Bewegung und damit bewegen sich auch alle Körperzellen. Ihre Funktionsfähigkeit wird gestärkt und die Harmonie aller physischen und psychischen Vorgänge im Organismus wird gefördert. Die Wirkung der Klangmassage ist keine Glaubenssache, sondern beruht auf physikalischen Vorgängen. In der Behandlung werden dem Patienten heilsame Klänge und Schwingungen angeboten und er kommt in Resonanz. Der gesamte Mensch mit seinen Sinnen wird durch diese Methode angesprochen, die von entsprechend ausgebildeten und zertifizierten Therapeuten / KlangtherapeutInnen durchgeführt wird. Die erstaunlich guten Erfolge im Bereich Enspannung und Persönlichkeitsbildung sind unterdessen Gegenstand unterschiedlicher wissenschaftlicher Forschungen.


© Juni 2010 (aktualisiert), Angelika-martina Lebéus     

 

 
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